4. Juli 2018

“PROGRESSIVE WEB APPS”, NUR EIN MODEAUSDRUCK ODER WAS STECKT WIRKLICH DAHINTER?

Die Arbeit im Bereich der Technologie erfordert laufende Aufmerksamkeit bezüglich der letzten Fortschritte und neuesten Erscheinungen im Sektor. Laufend werden neue Begriffe verwendet, um vermutlich innåovative Praktiken zu definieren. Unsere Aufgabe ist es dann, eigenständig nachzuforschen und Zeit zu investieren, ob wirkich etwas hinter diese neuen Begriffen steckt, oder wieder einmal nur Trubel gemacht wurde. In der Technologie, wie in jedem anderen Bereich, gibt es viel Gerede, steckt schlussendlich aber keine wesentlichen Änderungen dahinter, verschwinden diese Gerüchte auch wieder spurlos.

Deshalb beschäftigen wir uns heute mit einem der Konzepte, das in letzter Zeit immer öfter in den Medien und spezialisierte Foren erscheint; die Progressiven Web-Apps, die aufgrund soeben genannten Tendenzen einer der Trends von 2018 werden soll.

Obwohl das Konzept nicht erst gestern auf unseren Bildflächen erschienen ist, und schon seit einer Zeit davon gesprochen wird, in diesem Jahr könnte es deutlich relevanter, im Zusammenhang mit der Benutzererfahrung (UX) und weiteren Konzepten, sein.

Die Idee hinter diesem ganzen Gemurmel ist, dass der Nutzer, egal ob mit der Webseite oder App verbunden, dieselbe Erfahrung macht, und bei der Verwendung keiner der beiden, Abstriche machen muss. Ein Nutzer bemerkt wenn eine App nicht nativ entwickelt wurde sowohl als auch wenn die Webseite nur, auf eine Art und Weise, an die Verwendung auf einem Mobil Telefon angepasst wurde, und nicht die dementsprechende Geschwindigkeit und Leistung bringt.

Mit anderen Worten, es geht darum, die Grenze zwischen herkömmlicher Navigation und der Verwendung einer APP von einer bestimmten Website oder einem Dienst zu verschmelzen. Mit anderen Worten, erzielen Sie ein Web-Verhalten so gut wie eine native APP und nutzen Ihre Hardware-Funktionen vollständig.

Hinter dem ganzen steckt die Tatsache, die uns bei Navilo sehr bewusst ist: das Handy hat sich, für die meisten Nutzer, in die wichtigste Zugangsform zum Netzwerk entwickelt. Zudem verstehen viele Nutzer die Logik einer mobilen Anwendung besser, und bevorzugen die Verwendung einer App, gegenüber einer herkömmlichen Webseite.

Den Anregern zufolge, sollte die Aufmerksamkeit an die PWA folgende Aspekte haben:

Geschwindigkeit: Dass die Seite schneller hochfährt und einmal gestartet, eine einwandfreie, fliesende Navigation gegeben ist, zusätzlich soll man die Möglichkeit haben, die Seite auch ohne Verbindung zu starten.

Visualisierung: Ein komplettes Bildschirmerlebnis ist gesucht. Die App soll übersichtlich auf dem Bildschirm dargestellt werden, und stundenlanges scrollen und wunde Daumen ersparen. Immer noch sehen wir endlose Menü Raster die die Ansicht auf einem Smartphone Display unmöglich machen und die Verwendung dadurch für Nutzer umständlich werden lassen.

Identification: von Webseiten und Links durch Ikone wie diese die zur Unterscheidung von Apps bereits verwendet werden.

Installation: wahlweise, wie die Installation einer herkömmlichen App oder direkt auf der Webseite.

Automatische Benachrichtungen: Möglichkeit dass der Nutzer Benachrichtigungen ähnlich der Push Nachrichten erhält.

Erkennung: Dank der Einhaltung bestimmter Standards, wird die Sichtbarkeit der Anwendungen in verschiedenen Suchmaschinen erleichtern und einige Probleme der Identifizierung lösen.

All dies ist durch den Einsatz von Technologien und Mustern wie die App Shells und service worker, und deren technischer Kapazitäten, welche wir nicht genauer beschreiben werden, möglich. Es handelt sich vielmehr darum, Sie mit dem Begriff PWA vertraut zu machen, damit Sie wenn Sie beim nächsten mal über den Begriff stolpern, nicht ganz im dunklen stehen.  An erster Stelle der Bewerber des PWA finden wir Google, mit allem was dazu gehört.  Und zwar so sehr, dass auf den an Entwickler orientierten Seiten eine Neu-Aufrollung der grundlegenden Prinzipien, und dazu benötigte Recoursen, zu finden sind.

Bezüglich des ganzen Thema PWA, was für uns am interessantesten ist, ist wahrscheinlich ob es etwas ist, dass mit viel Aufmerksamkeit verfolg werden sollte, oder ob es sich um einen Hype der Blogs und Seiten füllt und dank den Verantwortlichen Marketing Abteilungen mehr Aufmerksamkeit als verdient erhält.

Die Antwort ist relativ. Etwas von beidem. Wie auch immer, wenn ein Begriff zur Mode wird, besteht die Gefahr, das Grundprinzipien vergessen werden und wir Entscheidungen treffen, ausschließlich um dieser Neuigkeit gerecht zu werden.

Die Angst davor zurückzubleiben kostet oft viele Fehler. Auf der anderen Seite, wäre es nachlässig, einem so viel diskutiertem Thema keine Aufmerksamkeit zu schenken, und zu denken, es wäre nur eine vorübergehende Mode und nichts darüber zu lernen.

Was in der Tat in Frage gestellt werden kann, ist, ob die Web Progressiven Apps einen radikalen Umschwung mit sich bringen, und alles neu bedacht werden muss. Viele der Grundsätze und Protokolle der PWA, sind Dinge, die erfahrene Programmierer bereits anwenden. Darüber hinaus werden sie tag täglich von uns angewendet und sind kein Neugebiet für uns.

Ok, aber was heißt das nun? Muss ich, als Kunde, nun wissen ob ich eine PWA benötige?

Nein. Als Kunde ist es das wichtigste zu wissen, was die Probleme sind die gelöst werden müssen und die Ziele, die erreicht werden möchten. Um die optimalen Lösungen dafür, kümmern wir uns. Als allgemeiner Hinweis können wir sagen, wenn us um die Entwicklung einer App geht, sind und bleiben native Entwicklungen die besten Entscheidungen. Wenn es sich im Gegenteil um eine Web Entwicklung handelt, müssen neue Paradigmen bezüglich der PWA zumindest berücksichtigt werden.

Navilo